Ein Lehrer hat uns vor Jahren folgendes erzählt.
Es war einmal ein König, der wollte wissen was passiert, wenn man mit kleinen Kindern, frisch geboren, kein Wort redet, sie nicht anschaut, sie nicht liebt. Also nahm er ganz viele Neugeborene und sperrte sie alle zusammen in einem großen Saal ein. Sie bekamen Spielzeug, genau zu essen und zu trinken. Auch wurden sie gewickelt, aber ohne, dass jemand sie dabei anschaute. Und nach und nach ist ein Kind nach dem anderen gestorben.
Und da fragen mich Leute immer noch, warum ich nicht leben will. Ha. Wenn alles früher gerade so gereicht hat um nicht daran zu sterben, heißt es nicht, dass es genug zum Leben ist.
Ich will diese Monster nicht mehr in mir haben. Während sie immer großer werden, werde ich immer kleiner, ich bin immer weniger von mir und ich bin schon kaum mehr in mir. Wie im Krieg nehmen sie alles von mir ein! Ich bin kein Monster. Doch, bin ich. Keiner sieht die ganzen Leute in mir, niemand sieht, wie böse sie sind! Niemand kapiert, wie böse sie mich machen und niemand sieht, dass ich mich nicht wehren kann. Sie sind da, wenn alle mich allein lassen, sie sind da, wenn niemand da ist. Und was ist, wenn ich gar nicht will, dass sie gehen? Will ich das? Ich will alleine in mir sein, überhaupt will ich in mir sein! Und ich will nicht alleine sein. Ich will böse sein, damit alles aus mir raus kommt, aber ich will niemals die Kontrolle verlieren! Ich verlier die Kontrolle. Jeden Tag mehr. Und irgendwann..
Von mir aus können sie mich haben. Wenn ich mir ein Messer in's Herz ramme und sie es schaffen mich trotzdem noch zu bewegen, wenn ich tot bin, dann sollen Sie mich haben. Aber dann bin ich weg. Ich will mich gar nicht umbringen. Ich will nur, dass sie den Platz in mir einnehmen und dass ich nicht mehr da sein muss. Aber das geht nicht, ich muss ja alles aushalten, was die kaputt machen. Die richten Schaden an und alle denken ich war's. Ich mach gar nichts.
Ich will Gegensätze gleichzeitig, nichts ist extrem genug, alles ist zu viel, alles zu wenig, alles zu laut, alles zu leise, alles zu tot, alles zu lebendig, alles zu extrem, alles zu gleich. Von den ganzen Zigaretten wird mir schlecht, vom Fressen und vom Hungern auch.
Dieses Verlangen überflutet mich, ich kann nichts tun. Sie ist mir zu nah, zu fern, ich will sie näher bei mir haben, sie ausziehen und an mich drücken, ihre Haut an meiner spüren und wissen, dass sie da ist. Ich will sie kaputt machen und nie mehr sehen, weg stoßen von mir, damit sie geht und mich alleine lässt. Ich kann nicht ohne sie leben; ich habe sie zu wenig um zu leben, zu viel um zu sterben. Ich will einfach weg. Bitte..
du schreibst echt toll:)
AntwortenLöschenund danke für dein Kommentar
o: Sry, ich habe deinen Kommentar erst Heute gelesen.
AntwortenLöschenIch versuch mein bestes. Ich zwinge mich ja selbst zu essen. Weil ich das ja eig garnicht will. Ich will nicht hungern. Ich will mein Essen genießen können. & dennoch fällt es mir so schwer morgens nicht auf die Waage zu steigen.
Du bist toll, danke :**